Beifußwein

Rezept für Beifußwein: 2 Stämmchen Beifuß, 3 Blätter Minze, 2 Stämmchen Zitronenmelisse in 3/4 l Weißwein (ich bevorzuge einen lieblichen, aber das ist Geschmackssache) 3-6 Tage ansetzen (kosten, damits nicht zu intensiv wird);danach Kräuter entfernen- appetitanregender und verdauungsfördernder Aperitif

Minze und Salbei

Minze und Salbei wirken kühlend und verringern das Schwitzen. Als lauwarme Teemischung oder als Eistee getrunken erfrischen diese beiden Kräuter sehr. Kann auch als Tinktur (mit hochprozentigem Alkohol aufgießen und 3 Wochen stehen lassen) dem Badewasser beigesetzt werden oder die Tinktur verdünnt mit destiliertem Wasser und einigen Tropfen ätherischem Zitronenöl als Deodorant oder Körperspray verwenden!

Die Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende ist der längste Tag des Jahres. Es beginnt die Hochzeit im Jahr. Zeit das Kräuterbüschl zu binden, Johanniskraut und Beifuß, ev. Arnika und Ringelblume, um es in den Raunächten, den dunkelsten Tagen des Jahres zu verräuchern. Aus diesen Kräutern lässt sich auch ein Sonnenschnaps oder -likör brauen, um auch so das Licht des Sommers zu speichern.

Kleine Kräuterkunde

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Johanniskrautöl

Ich nehm dafür nur die Blüten des Johannis-krauts, übergieß sie mit Olivenöl und lasse sie 3 Wochen am Licht stehen. Danach werden die Blüten abfiltriert und in dunklen Flaschen im Kühlen aufbewahrt. Johanniskrautöl ist ein bewährtes Öl bei Muskel-und Nervenschmerzen, zur muskulären und seelischen Entspannung. Es wirkt durchwärmend, ist also auch im Winter als Einreibung bei kalten Füßen angenehm. Johanniskraut macht lichtempfindlich!Daher nicht auftragen, wenn man in die Sonne geht- erhöht die Gefahr von Sonnenbrand und kann Pigmentflecken auf der Haut auslösen. Allerdings nach einem Sonnenbrand oder sonstigen Irritationen der Haut sehr wohltuend!!!

Goldrute

Nachdem nun der Sommer beendet ist, erholen sich die Pflanzen auf den Wiesen und in den Wäldern. Die Goldruten- sowohl die heimische als auch die kanadische- blühen wunderschön. Beide Pflanzenarten sind besonders förderlich für Niere und Blase und eignen sich für einen heilkräftigen Blasentee.

September - Hopfen ernten !

Zeit zum Ernten der Hopfenzapfen. Beim Pflücken spürt man ganz deutlich die enthaltenen Öle- die Finger danach riechen intensiv nach Hopfen. Ich achte beim Pflücken darauf, dass keine braunen Stellen vorhanden sind und dass sie ganz trocken sind. Hopfen wirkt bei nervösen Magen-und Darmbeschwerden, leichten Depressionen und Schlafstörungen. Er ist ein wichtiger Bestandteil meines Gute-Nacht-Tees und eignet sich auch für Kräuterkissen.

Salbei aus Kreta

Hab mich im Urlaub in Kreta mit südlichem Thymian und Salbei eingedeckt. In ihrer ursprünglichen Heimat haben diese Gewürz- und Heilpflanzen einen wesentlich höheren Anteil an ätherischen Ölen und Wirkstoffen. Deshalb sammle ich diese Pflanzen für meine Kräuterapotheke lieber im Süden. Aber auch der bei uns gezogene Salbei eignet sich für eine Teekur zur Steigerung der Körperabwehr und zur Einstellung auf die kühlere Jahreszeit. 1-2 Tassen Salbeitee 3-6 Wochen

Holunder

Dort wo die Beeren nicht im Sommer verdörrt sind hängen die Äste des Holunders schwer von Früchten, die schwarz und glänzend zur Ernte einladen. Roh genossen sind sie leicht giftig, aber verarbeitet zu Marmelade, Saft, Mus oder Hollerkoch geben sie eine Köstlichkeit, die reich an Vitamin C ist, bei fiebrigen Erkrankungen kräftigend und insgesamt auf die Körperabwehr steigernd wirkt.

Ein Rezept für Hollerkoch

Hollerbeeren abrebeln und mit anderem Obst Deiner Wahl - ich hab am liebsten Birnen und Zwetschken - und etwas Wasser zum Köcheln bringen. Zucker nach Geschmack, Zimtrinde, Nelken, etwas Rum beifügen. Wenn der Holler weich ist, pürieren und sollten Dich die Kerne stören durch ein Sieb streichen. Wenn Du das Hollerkoch konservieren willst, füllst Du es nun in Gläser und rext diese. Zum frisch Essen legiert man das Hollerkoch mit Schlagobers und etwas Stärkemehl. Hervorragend passen Schneenockerl oder Vanilleeis dazu.

Jetzt Ernten

Jetzt, wo die Tage deutlich kürzer werden sinkt die Heilkraft der Pflanzen wieder in die Wurzeln. Daher ist es nur, solange die Erde noch nicht gefroren ist, ideal zum Ernten von Wurzeln für Salben oder Tees: Löwenzahnwurzel für leber-und gallestärkenden Tee, Eibischwurzel für Hustentee, Beinwellwurzel für Salben bzw Umschläge bei Verstauchungen, Prellungen und Blutergüssen.

Grundrezept für Ringelblumensalbe 

100g Ringelblumenöl, 40g Laonolin, 10g Bienenwachs - vorsichtig erwärmen. In der Zwischenzeit einen starken Tee aus Ringelblume und Lavendel machen - ca. 50ml; wenn Öl und Tee die gleiche Temperatur von ca 70 Grad haben, tropfe ich langsam mit der Pipette unter ständigem Rühren den Tee ins Öl; danach in gut gereinigte Gefäße füllen und kühl lagern. Eignet sich als normale Handcreme und bei allen Narben ebenso wie leichten Schürfwunden und Hautrötungen.

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Hopfen(Humulus lupulus)

Es gibt drei für den Hopfen charakteristische Wirkungsrichtungen. Zum ersten die Gerb- und Bitterstoffe, die für seine appetitanregende Wirkung verantwortlich sind. Dann wirkt Hopfen bei nervöser Erregung, Einschlafstörungen und leichter Depression. Außerdem kann man ihn bei Periodenbeschwerden, besonders im Klimakterium, einsetzen.
Auch bei Blasen- und Nierenleiden kommt Hopfen zur Anwendung.
Das Anwendungsgebiet des Hopfens ist also weit gespannt und deshalb verwendet man ihn meist zur Unterstützung und Verstärkung in Teemischungen, selten allein. Appetitlosigkeit und Magen-und Darmbeschwerden, die eine nervöse Komponente aufweisen, sollten mit Teemischungen, deren Hopfenanteil ca. ein Viertel ist, behandelt werden. Ebenso ist der Hopfen für Tees gegen nervöse Herzbeschwerden als Zusatz empfehlenswert.
Für Tees und Kräuterkissen kommen die „Scheinzapfen“, die die weiblichen Blüten ausbilden, zur Anwendung. Man erntet sie im Spätsommer, kurz bevor sie ganz ausgereift sind, damit bei der Ernte die Schuppen nicht abfallen. Danach muss man sie natürlich nachtrockenen.
Im Frühjahr ergeben die Hopfentriebe ein vielseitig verwendbares schmackhaftes Wildgemüse.


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Große Brennnessel (Urticaria dioica)
Volksnamen: Hanfnessel, Donnernessel, Tausendnessel, Saunessel
Sammelgut: gesamte oberirdische Pflanze
Inhaltsstoffe: Karotin; Gerbstoffe, Mineralsalze, Vitamine, Stickstoffverbindungen; die scharfe Flüssigkeit aus den Haaren besteht aus Acetylcholin und Histamin
Anwendung:
Von der Brennnessel sind alle Anteile heilkräftig; sie ist eine Pflanze von höchstem Nährwert, da sie reich an Stickstoffverbindungen, Aminosäuren, Proteinen, Mineralsalzen, (v.a. Eisen) Vitaminen und Chlorophyll ist. Im Frühjahr ist sie eine richtige Energiebombe - günstig für eine Frühjahrskur wäre eine Einnahme von 3 Esslöffeln Brennnnesselfrischsaft täglich über 6 Wochen.
Sie hat eine blutreinigende Wirkung, die man sich bei Akne, Rheuma, Arthritis und Gicht zu Nutze machen kann. Ebenso hat sie nierenanregende und entwässernde Wirkung. Die Brennnessel kann          zur Haarwäsche bei fetten Haaren und Schuppenbildung eingesetzt werden. Auch hat sie sich bei akuter und chron. Darmentzündung, Durchfall und Gastritis bewährt.
Sie hilft den Übergang von der Pubertät zum Erwachsenenalter sanfter zu meistern. Dazu sollte der Jugendliche 3-4 Tassen Brennnesseltee über 6 Wochen trinken, danach 3 Wochen Pause          machen und nochmals 6 Wochen anschließen.
Nach Kräuterpfarrer Weidinger hilft sie auch unterstützend bei Depressionen und ist günstig für Menschen, die im stofflich-materiellen gefangen sind, da sie mithilft, das Übergewicht des Materiellen abzuschwächen und die Entfaltung der Seele zu fördern.
Die ausgereiften Samen der Brennnessel sind ein gutes Tonikum zur Anregung der Körperfunktion bei Erschöpfungszuständen, in Zeiten von großem Stress und nach überstandenen Krankheiten. Die reifen Samen werden sorgfältig getrocknet und licht- und feuchtigkeitsgeschützt aufbewahrt. Man kann die Samen ins Brot backen, unters Müsli rühren oder auch auf ein Butterbrot streuen. Wenn man ein alkoholisches Tonikum bereiten will, hier ein Rezept:
10 g Brennnesselsamen im Mörser zerstoßen, in ½ l Wein aufkochen, abkühlen lassen und mit etwas Honig süßen. Danach in dunkle Flaschen füllen und kühl stellen.
Sammelzeit: Mai-Juli für die Blätter, Wurzeln im Frühjahr oder Herbst, Samen im Herbst

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Geißfuß-Aegopodium podagraria

Volksnamen: Giersch, Podagrakraut, Gichtkraut, Zipperleinkraut
Erkennungszeichen: mehrjährige Pflanze mit Wurzelstock, aus dem bis zu einem Meter hohe, innen hohle Stängel wachsen; diese sind einfach oder nur im oberen Bereich verästelt: Die grundständigen Blätter sind doppelt dreizählig, d.h. die Achse des Blattes ist in drei Teile geteilt, wobei jeder Teil wieder drei Blättchen trägt. Diese sind oval-länglich und mit gesägtem Rand. Die Blattoberseite ist kahl, die Unterseite dicht behaart. Die Stängelblätter werden nach oben hin immer einfacher. Der Blütenstand ist eine Dolde, die aus 10-20 kleineren Dolden zusammengesetzt ist. Die einzelnen Blütchen sind weiß
Sammelgut: zu Heilzwecken die Wurzel, Blätter als Gemüse
Wirkstoffe: Saponine; Karotin, ätherische Öle
Wirkung: harntreibend, reinigend, entzündungshemmend
Anwendung: Tee aus der Wurzel bei Gicht und Arthrose.
Die frische Pflanze wirkt juckreizstillend bei Insektenstichen, kann allerdings bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen, besonders, wenn sie der Sonne ausgesetzt wird.
Frische Blätter eignen sich für Salate, Spinat und zum Würzen.

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Gundelrebe-Glechoma hederacea

Sie wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, adstringierend, schleimlösend, anregend auf Blase und Niere und hat anregende und regulierende Wirkung auf den Stoffwechsel.
Überall im Körper wo Eiter (mittelhochdeutsch: Gund) entsteht, wo eine langwierige Stoffwechselerkrankung vorliegt, kann die Gundelrebe, auch Gundermann genannt, helfen. Sie ist am besten frisch zu verwenden!
Zur Wundbehandlung eignet sich der Saft aus den Blättern oder Gundelrebeöl. Dieses wird folgendermaßen hergestellt: Ein Schraubglas mit fest zusammengedrückten Blättern füllen und an die Sonne stellen. Nach einigen Tagen setzt sich am Boden eine helle, ölige Flüssigkeit ab. Diese wird abgeseiht und in ein dunkles Fläschchen gefüllt.
Gundelrebe eignet sich als gutes Badekraut zur Kräftigung der Muskeln, Gelenke und der Nerven.

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Himbeere- Rebus idaeus

Himbeerblätter wirken leicht adstringierend d.h. zusammenziehend und eignen sich daher zur Behandlung von Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum.
Durch den Gehalt an Gerbstoffen wirkt sie bei Durchfällen und zur Blutreinigung bei Hautunreinheiten.

Brombeere-Rubus fruticosus

Siehe Himbeere

Kleine Kräuterkunde

Huflattich( Tussilago farfara)

Botanische Erkennungszeichen:

Lange bevor die Laubblätter erscheinen, sieht man die leuchtend gelben Blüten, die auf behaarten, schuppigen violetten Stängeln sitzen. Sie duften nach Honig. Die Blätter entstehen erst am Ende der Blütezeit. Sie sind grundständig, herzförmig und handtellergroß. An der Oberseite sind sie dunkelgrün, an der Unterseite stark behaart und weiß-filzig.

Vorkommen: bevorzugt lehmigen Boden, an Wegrändern, Schuttplätzen

Verwechslungsmöglichkeit: die Blüten mit dem Löwenzahn, der größer ist und zur Blütezeit bereits Laubblätter hat. Die Laubblätter kann man im Frühjahr mit denen der Pestwurz verwechseln, die aber auch genießbar sind und ähnliche Heilwirkungen wie der Huflattich aufweisen. Später werden die Laubblätter der Pestwurz viel größer als die des Huflattichs( bis zu einem Durchmesser von 60 cm).

Inhaltsstoffe: Pflanzenschleim, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe, Vitamin C, Eisen, Kalium, Mangan, Kupfer, ätherische Öle

Sammelzeit: Blüten im März und April, die Blätter April- Juni, bevorzugt auf sonnigen Standorten, da diese inhaltsstoffreicher sind

Anwendung: Huflattich ist ein bewährtes Hustenmittel, besonders gegen Reiz- und Kitzelhusten, ebenso gegen Verschleimung. Huflattich erleichtert das Abhusten und ist deshalb besonders bei Bronchitis und Lungenemphysem zu empfehlen.
Bei Schleimhautreizungen in Magen und Darm, ebenso wie in Mund und Rachen kann Huflattichtee angewendet werden.
Der Tee soll aber nicht in Schwangerschaft und Stillzeit und nicht länger als 4 Wochen verwendet werden.
Huflattich ist zudem auch ein Heilmittel bei Krampfadern und Unterschenkelgeschwüren. Hierzu werden frische Blätter gesammelt, mit dem Nudelholz gequetscht und mittels Tuch als Umschlag über Nacht aufgelegt.
Bewährte Brustteemischung: Huflattich, Königskerze, Lindenblüten, Lungenkraut, Thymian, Eibischwurzel.
Im Frühjahr eignen sich die Blätter als Wildgemüse z.B. für Kräuterrouladen.


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Knoblauchrauke- Alliaria petiolata

Botanische Erkennungszeichen: bis 100 cm hoch, Grundblätter langgestielt, groß, nierenförmig, grob buchtig gekerbt; Stängelblätter kürzer gestielt, kleiner, herzförmig, grob buchtig gekerbt; Stängel kantig, Blüten klein, weiß, Blütezeit April bis Juni
Vorkommen: an Waldrändern, Zäunen, schattenliebend.

Die Blätter riechen beim Zerreiben nach Knoblauch.
Verwechslungsmöglichkeit mit dem ungiftigen Hexenkraut, das nicht nach Knoblauch riecht.

Inhaltsstoffe: Senfölglykoside, Vitamine, v.a. A und C

Verwendung: frisch als Tee, in Salaten, Gemüse

Wirkt gegen Erkältungskrankheiten und bei rheumatischen Beschwerden.

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Löwenzahn(Taraxacum officinale)

Botanik: Die Blätter sind rosettenartig angeordnet und verschieden tief gesägt. Er hat einen 10-30 cm hohen glatten, hohlen Stängel, der wie Blätter und Blüten einen weißen Milchsaft führt. Die Blüten sind leuchtend gelbe Zungenblüten in einem einzelnen großen Körbchen. Zur Samenreife entwickelt sich die Pusteblume. Der Löwenzahn hat eine kräftige bis zu 30cm lange Pfahlwurzel.
Inhaltstoffe: Bitterstoffe, Vitamine, Zucker, Flavonoide, Mineralstoffe, Eisen, Carotin, Jod, Kalium, Kalzium, Kieselsäure;

Der Löwenzahn hat durch seine wohlausgewogene Anzahl an Heilstoffen eine umfassende Wirkung auf unseren Körper. Im Frühjahr steht v.a. die blutreinigende Kraft, die Leber, Galle, Niere und Blase anregt im Vordergrund. Er verbessert auch die Darmtätigkeit und enthält außerdem viel Vitamin C. Am günstigsten nimmt man den Löwenzahn roh als Salat oder als Frischpresssaft zu sich. Eine Löwenzahnkur sollte 4-6 Wochen dauern und aus 2 Tassen Tee (Wurzel und Kraut) bestehen. Der Tee wird kalt angesetzt, zum Kochen gebracht und soll eine Minute kochen. Nach 10 Minuten wird abgeseiht.
Die Hauptwirkung des Löwenzahns geht in Richtung Leber und Galle. Er wird bei Leber- und Gallenstörungen, wie Hepatitis und Gallensteinen angewendet. Er hilft die Gallensteinentwicklung günstig zu beeinflussen. Löwenzahn darf aber nicht bei Verschluss der Gallenwege und Gallenblasenemphysem eingenommen werden. Das ganze Jahr über kann er als Tee aus einem Gemisch von Blättern, Blüten und Wurzeln gesammelt werden. Die stärkste Gallenwirkung hat aber der reine Wurzeltee .Der Löwenzahntee sollte nicht gesüßt werden, da sonst die Wirkung seiner Bitterstoffe abgeschwächt wird.
Der volkskundliche Name „Bettsaicher“ weist auf          die nieren- und blasenanregende Wirkung hin. Er kann zum Ausschwemmen bei leberbedingten Wasseransammlungen, arthritischen- und rheumatischen Erkrankungen verwendet werden.
Die Wurzel enthält, besonders im Herbst, viel Inulin und ist deshalb ein gesundes Wurzelgemüse, das Diabetiker häufig essen sollten.

Kleine Kräuterkunde

Lungenkraut- Pulmonaria officinalis

Botanik: Auf 10- 30 cm hohen behaarten Stängeln sitzen längliche behaarte Blätter mit weißen Flecken. Am Stängelende sind die Blüten zu mehrere angeordnet; sie sind teils rötlich, teils bläulich.

Vorkommen: schattige Laubwälder, Blütezeit März, April
Gesammelt werden die blühenden oberirdischen Teile

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Flavonoide, Allantoin, Kieselsäure und andere Mineralstoffe

Das Lungenkraut hat eine reizlindernde Wirkung auf die Schleimhäute. Es eignet sich bei entzündeten Schleimhäuten in Magen, Darm, Mund und Rachen. Es wird als Beimischung zu Hustentees verwendet. Durch die enthaltene Kieselsäure wirkt es günstig aufs Bindegewebe.

Kleine Kräuterkunde

Sanikel-Saniculaeuropaea

Volksnamen: Heil aller Schäden, Heildolde, Scharnigel, Bauchwehkraut
Erkennungszeichen: mehrjährige Pflanze, mit einem braunen Wurzelstock, welcher mit feinen Wurzeln besetzt ist. Die grundständigen Blätter bilden eine Rosette, aus der der einfache oder leicht verzweigte; bis zu 60cm hohe Stängel wächst. Die Blätter sind handförmig geteilt und am Rand gesägt. Der Blütenstand besteht aus Dolden, die an der Stängelspitze sitzen und aus weißen bis rötlichen kleinen Blüten bestehen
Wirkstoffe: Saponine, Tannine, Harze, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Vitamin C, Allantoin
Sammelgut: Kraut zur Blütezeit mit grundständigen Blättern
Wirkung: adstringierend, entzündungshemmend, abschwellend
Anwendung: hustenlindernd und auswurffördernd bei Bronchitis; bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Hämorrhoiden; lindert Juckreiz der Haut; wirkt abschwellend und heilend bei Quetschungen und Hämatomen; hilft gegen Durchfall und Blähungen.

Kleine Kräuterkunde

Weiße Taubnessel (Lamium album)

Die Taubnessel wird fast ausschließlich in der Frauenheilkunde eingesetzt. Sie ist ein Heilmittel für Weißfluss-Fluor albus besonders bei blassen Mädchen. Für diese Anwendung sollen v.a. die Blüten verwendet werden. Aus diesen bereitet man einen Tee, den man 3 Mal täglich trinkt. Zusätzliche Scheidenspülungen mit lauwarmen Taubnesseltee einmal wöchentlich erhöhen die Wirkung. Ebenso hilft die Taubnessel die Menstruation zu regulieren.
Die Taubnessel hilft auch bei hormonbedingter Akne und kann als Tee, Gesichtswasser und für ein Dampfbad eingesetzt werden.
Ebenso wie die Brennnessel hilft sie bei fettem Haar.


Kleine Kräuterkunde

Wohlriechendes Veilchen-Viola odorata

Botanische Erkennungszeichen: das Veilchen ist mit einem kriechenden, sich ausbreitenden Wurzelstock im Boden verankert. Daraus entwickeln sich die Blühtriebe und Ausläufer, die sich wieder bewurzeln können. Die Blätter sind herzförmig und bestielt. Die Blüten sind violett, selten weiß oder rötlich und duften angenehm. Blütezeit ist März bis April.
Verwendet wird das blühende Kraut.
Inhaltsstoffe: Saponine, Bitterstoffe, Glykosid, ätherische Öle, Schleimstoffe

Das Veilchen findet Anwendung bei Halsentzündungen und Husten, ebenso zur Blutreinigung, bei Hauterkrankungen und bei rheumatischen Beschwerden.
Bei chronischer Bronchitis ist ein Veilchensirup zu empfehlen.

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